Terrasse sanieren: Kaputte Platten austauschen und reparieren

So erhalten Sie Ihre Terrasse schön

Extreme Kälte und unsachgemäße Behandlung können Steinterrassen stark zusetzen. Einzelne Platten springen oder werden lose. Damit die Terrasse so schön ist wie am ersten Tag, sollte sie regelmäßig gepflegt und kaputte Terrassenplatten ausgetauscht werden.

  • Steinterrassen sollten ein bis zwar Mal im Jahr auf Schäden untersucht werden
  • Eine regelmäßige Reinigung erhält die schöne Optik der Terrassenplatten
  • Eine Sanierung beschädigter Platten erhöhte die Lebensdauer der Terrasse
  • Beschädigte Platten sollten repariert oder ausgetauscht werden
  • Beim Plattenkauf sollten einige Platten für eine eventuelle Sanierung auf Vorrat gekauft werden

Steinterrassen sollten ebenso wie Holzterrasse mindestens ein- oder besser zweimal im Jahr einer genauen Sichtung unterzogen werden. Dabei sollten die Terrassenplatten gründlich gereinigt werden, um die schöne Optik der Terrasse zu erhalten. Eine Anleitung zu Reinigung und Pflege von Steinterrassen finden Sie hier.

Schäden an Platten sollten zeitnah nach ihrer Entstehung behoben werden, um die Terrasse vor weiterer Beschädigung zu schützen und das gepflegte Gesamtbild der Terrasse zu bewahren. Eine komplette Renovierung der Terrasse ist meistens nicht nötig. In den meisten Fällen genügt es, einzelne Terrassenplatten zu sanieren.

  • Undichte Fugen erneuern

    Durch löchrige Fugen kann Regenwasser in den Terrassenbelag eindringen. Gefriert das Wasser im Winter, kann im schlimmsten Fall der gesamte Terrassenbelag gesprengt werden. Deshalb sollten beschädigte und undichte Fugen schnellstmöglich ausgebessert werden.

    1. Reinigen Sie den Untergrund mit Spülmittel.

    2. Entfernen Sie die alte Fugenmasse vollständig an den betroffenen Stellen. Kleinere Reste können Sie mit einem Cuttermesser oder Schraubenzieher abgeschabt werden.

    3. Wählen Sie einen wasser- und frostsicheren Fugenmörtel in der Farbe des alten, damit die Fugensanierung später optisch nicht zu erkennen ist.

    4. Arbeiten Sie die Fugenmasse gleichmäßig und diagonal zum Fugenverlauf ein. Entfernen Sie überschüssigen Mörtel mit einem Gummiwischer.

    5. Lassen Sie den Mörtel vollständig trocken, bevor Sie die frisch verfugten Fliesen mit warmem Wasser gründlich reinigen.

  • Kleine Risse und Kratzer in Terrassenplatten ausbessern

    Bei kleineren Haarrissen und Kratzern ist es meist nicht erforderlich, die gesamte Terrassenplatte auszutauschen. Mit speziellen Reparaturharzen können kleinere Risse in Platten aufgefüllt und versiegelt werden.

    1. Reinigen Sie vor der Reparatur mit Harz die betroffene Platte gründlich mit Spülmittel und lassen Sie die Terrasse wieder komplett trocknen.

    2. Wählen Sie ein Kunstharz in der Farbe Ihrer Platten, wird die gekittete Stelle kaum zu sehen sein. Bei Bedarf können Sie auch selbst die passende Farbe aus den verschiedenen Harzen anmischen. Mit speziellen Strukturpigmenten können Sie das Harz an die Oberflächenstruktur der Platten anpassen.

    3. Verschließen Sie den Riss kraftschlüssig mit dem Reparaturharz.

    4. Entfernen Sie zu viel aufgetragenes Harz mit einem Spachtel.

    5. Lassen Sie den Mörtel vollständig trocken, bevor Sie die frisch verfugten Platten mit warmem Wasser gründlich reinigen.

  • Stark beschädigte Terrassenplatten austauschen

    Lose und gesprungene Platten sollten zeitnah ausgetauscht werden. Sind nur einzelne Platten betroffen, muss nicht der gesamte Terrassenfläche ausgetauscht werden. Stattdessen können die kaputten Platten einfach entfernt und durch einen passenden Ersatz ausgetauscht werden. Aus diesem Grund sollten bereits bei der Verlegung einige Restplatten aufbewahrt werden. Zum Austausch einzelner Platten sollte ein Kleber mit elastischen Additiven und ein für den Außenbereich geeigneter Fugenmörtel zum Verfugen zum Einsatz kommen.

    1. Bevor die Platte entfernt wird, sollte der gesamte Bereich gründlich mit Spülmittel gereinigt werden.

    2. Entfernen Sie die Fugen rund um die beschädigte Platte mit einer Bohrmaschine mit Fräsaufsatz oder einem Winkelschleifer.

    3. Lösen Sie mit Hammer und Meißel die beschädigte Platte. Achten Sie dabei darauf, den Meißel in einem 45-Grad-Winkel anzusetzen.

    4. Schleifen Sie den Untergrund ab und entfernen Sie eventuelle Fugen- und Mörtelreste mit einem Staubsauger.

    5. Gleichen Sie eventuelle Unebenheiten des Untergrunds mit Reparaturmörtel aus und dichten Sie die Fläche mit einer Terrassenabdichtung ab.

    6. Kleben Sie die umliegenden Platten zum Schutz mit Klebeband ab.

    7. Verteilen Sie den Plattenkleber mit einem Zahnspachtel gleichmäßig auf dem Untergrund.

    8. Setzen Sie die Ersatzplatte ein und positionieren Sie diese.

    9. Entfernen Sie das Klebeband auf den umliegenden Platten und lassen Sie die Terrasse 24 Stunden lang trocknen. Anschließend kann die Fläche neu verfugt werden.

    10. Rühren Sie den Fugenmörtel an und arbeiten Sie ihn mit einem Spachtel diagonal.

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Thema: Die Sonnenseite des Lebens: So plant ihr die perfekte Terrasse für euer Eigenheim

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