Alarmierende Zahlen

Im Jahr 2016 registrierte die Polizei insgesamt 151.265 Einbruchsversuche – die meisten davon blieben unaufgeklärt. Dabei verursachten die Einbrecher in Summe einen Schaden von fast 392 Millionen Euro. Rund 44 Prozent der Angriffe scheitern laut aktuellen Statistiken jedoch – unter anderem, weil die betreffenden Häuser und Wohnungen gut gesichert sind. Wir zeigen, wie auch Sie Ihr Zuhause schützen können.*

Fenstersicherung

Die meisten Einbrecher dringen über leicht zugängliche Öffnungen, wie Türen und Fenster, in Wohnungen und Häuser ein. Bei Einfamilienhäusern sind vor allem Terrassen- und Balkontüren sowie Fenster beliebte Einstiege. In Mehrfamilienhäusern dringen die Diebe ebenfalls gerne über leicht erreichbare Fenster aber auch durch die Wohnungstüren ein. Hochkonjunktur haben die Diebe im Spätherbst und Winter. Dabei nutzen sie gerne die Abwesenheiten der Wohnungsbesitzer am Vor- und Nachmittag. Nur etwa 15 Prozent der Einbrecher versuchen, sich im Schutz der Dunkelheit in die Wohnung zu schleichen.

Um für mehr Sicherheit zu sorgen, empfiehlt die Polizei, einbruchshemmende Sicherheitstechnik. Diese ist in vielen Türen und Fenstern standardmäßig verbaut. Wenn nicht, kann sie leicht nachgerüstet werden. Einbrecher geben ihr Vorhaben in der Regel auf, wenn das Eindringen länger als fünf Minuten dauert. Bevor Sie das Haus verlassen, sollten Sie auf jeden Fall kontrollieren, ob auch alle Fenster und Türen fest verschlossen sind. Denn ein gekipptes Fenster ist eine Einladung für Diebe. Für einen versierten Einbrecher ist es allerdings auch ein Leichtes, ein geschlossenes Fenster innerhalb weniger Minuten mit einem Schraubenzieher oder einem Brecheisen aus seiner Verankerung zu hebeln. Wer sich ein neues Fenster kauft, sollte deshalb darauf achten, dass es mindestens über die Widerstandsklasse RC2 verfügt. Je höher die Widerstandsklasse, desto besser ist die einbruchhemmende Wirkung des Beschlags. Wer nicht gleich neue Fenster kaufen will, kann aber auch die Sicherheit von älteren mit wenig Aufwand erhöhen. Zusätzliche Sicherheit bietet eine Scharnierseitensicherung, die beim Schließen des Fensters ineinander greift und das Bewegen des Fensters nach oben und unten verhindert. Einbrecher können das Fenster also nicht mehr einfach aus den Angeln heben.

Die wenigsten Einbrecher zerschmettern eine Fensterscheibe, um in fremden Wohnraum zu gelangen. Stattdessen schneiden sie lediglich ein Loch in die Scheibe, durch das sie den Fenstergriff erreichen können. Experten empfehlen deshalb, abschließbare Fenstergriffe zu verbauen. Alte Fenster können mit einem Fensterschloss ausgerüstet werden. Den wirksamsten Schutz bietet eine Kombinationen aus verschiedenen Sicherungen sowohl auf der Scharnier– als auch auf der Griffseite.

 


Türsicherung

Moderne Einfamilienhäuser sind mittlerweile meist durch Haustüren mit Mehrfachverriegelungen gesichert. In Mehrfamilienhäusern greifen Einbrecher jedoch häufig Wohnungstüren an. Durch ein Aushebeln der Tür oder das Ausbrechen der Profilzylinder verschaffen sich die Diebe in wenigen Sekunden Zugang. Auch der aus dem „Tatort“ bekannte Trick, mit einer Kreditkarte die Falle des Türschlosses wegzudrücken, ist bei Einbrechern beliebt, da er fast geräuschlos funktioniert. Deshalb sollten nicht nur die Fenster, sondern auch Haus- und Wohnungstüren mit manuellen Sicherungen versehen werden. Auch hier gilt: Die Absicherung von beiden Türseiten bietet den effektivsten Schutz. Ergänzend zu einem Türzusatzschloss bietet sich auch bei Türen eine Scharnierseitensicherung an. Ein zusätzlicher Schutzbeschlag mit Zylinder-Ziehschutz sorgt außerdem dafür, dass Einbrecher die Türbeschläge nicht einfach abschrauben und sich Zugang verschaffen können.

 

 

*Quelle: http://www.k-einbruch.de/presse/infografik/

 

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