Der Begriff „Zisterne“ stammt vom lateinischen „cisterna“ und bedeutet „unterirdischer Wasserbehälter“. Das ist die Zisterne bereits seit der Steinzeit. In Stein gehauen, gemauert oder betoniert diente sie schon vor tausenden Jahren als Wasserspeicher – vor allem dort, wo es nur unregelmäßig regnete und das Regenwasser deshalb umso mehr aufgenommen und aufbewahrt werden musste.
Klassische Zisternen wurden aus großen Steinblöcken geformt. Ein Deckstein oder eine Decksteinkonstruktion verschloss die Öffnung, um Verschmutzungen zu vermeiden. Heute sind Zisternen als Behälter erhältlich. Sie bestehen entweder aus Kunststoff oder aus Beton. In der Regel werden sie ausschließlich für das Sammeln und Nutzen von Niederschlagswetter verwendet.
In Deutschland sind wir zwar (aktuell noch) nicht in dem Maße auf Niederschlag angewiesen wie in Trockengebieten, Zisternen sind aber trotzdem sehr nützlich. Denn: Sie können das gespeicherte Wasser für die Gartenbewässerung nutzen und so Geld sparen. Pflanzen bevorzugen sogar das Regenwasser aus einer Zisterne im Garten, da es weniger Kalk als das Wasser aus der Leitung enthält. Außerdem können Sie den gespeicherten Niederschlag im Haushalt für die Waschmaschine oder die Toilettenspülung nutzen.
Zum Trinken bietet sich Regenwasser auch gefiltert nur bedingt an. Unabhängige Institute belegen zwar, dass gefiltertes Niederschlagswetter hygienisch unbedenklich ist, als Trinkwasser ist es dennoch nicht empfehlenswert. Denn Keime oder Rückstände können immer enthalten sein. Möchten Sie Regenwasser trotzdem als Trinkwasser verwenden, sollten Sie in jedem Fall eine spezielle Membranfiltrationslösung einsetzen.
Gut zu wissen: Fließt das Wasser in die Zisterne und nicht in die öffentliche Kanalisation, entfällt das sogenannte Niederschlagswasserentgelt. Ein weiterer Kostensparfaktor.